Ist er zu lang?
Eigentlich kommt es ja nicht auf die Größe bzw. Länge an, heißt es immer so schön. Und natürlich ist die Länge alleine auch tatsächlich -zumindest meistens- nicht entscheidend. Aber trotzdem macht man sich halt hin und wieder doch so seine Gedanken.
Meist spricht man nicht offen darüber, trotz der Gedanken, die einem immer wieder bezüglich der Länge im Kopf herumschwirren. Von daher habe ich mich -nach langem Hin und Her- dazu entschieden, die Sache ein wenig offensiver anzugehen und hier mal ganz öffentlich eine Frage zu dem Thema zu stellen:
Sind meine Artikel zu lang?
Oder was für eine Frage habt ihr nun schon wieder erwartet?^^ Aber die Frage ist tatsächlich ernst gemeint. Selbstverständlich habe ich mir im Vorfeld einige Gedanken dazu gemacht, sonst wäre ich ja gar nicht auf die Idee gekommen, sie hier zu stellen.
Anfang letzten Monats hatte ich euch in einem Beitrag das Plugin WordCount vorgestellt. Dieses wirft einen Haufen Statistiken zu der Anzahl der geblogten Worte aus, unter anderem auch, aus wie vielen Worten ein Artikel hier im Blog im Durchschnitt besteht. Bei mir werden pro Blog-Artikel momentan durchschnittlich ca. 520 Wörter genutzt.
Nun ist es ja zumeist so, dass viele von euch eine größere Anzahl von Blogs lesen, so dass schnell für jeden eine größere Anzahl an Artikeln zusammenkommt, die alle gelesen werden wollen. Dies allerdings steht in Konkurrenz zu der meist nur begrenzt vorhandenen Zeit, die jeder von uns zur Verfügung hat. Hinzu kommen -angebliche- Erkenntnisse, dass die Aufmerksamkeit des durchschnittlichen Blog-Lesers nach ca. 300 Worten rapide nachlässt, wenn das Thema nicht gerade ein besonders fesselndes ist, mit der Folge, dass solche Beiträge gar nicht richtig bis zum Schluss gelesen werden.
Nun macht es selbstverständlich herzlich wenig Sinn, ellenlange Artikel zu schreiben, wenn die niemand wirklich lesen will. Von daher mache ich mir schon so meine Gedanken, ob ich ggf. zu viel schreibe.
Klar ist, dass gewisse Themen einfach mehr Text-Umfang benötigen, um im Artikel vernünftig behandelt zu werden. Daran will und werde ich auch nichts ändern! Allerdings würde ich von euch gerne einmal erfahren, ob ihr vielleicht den subjektiven Eindruck habt, dass ich hier in manchen Artikeln hin und wieder zu viel “schwalle”, mich also eigentlich kürzer fassen könnte und nur unnötig viel Text produziere. Kann ja durchaus sein. Nur selbst merkt man so etwas aus “Betriebsblindheit” dann eher selten.
Andererseits kann es auch sein, dass ich an gewissen Stellen meiner Artikel “schwalle”, dies euch aber nicht stört, sondern vielleicht sogar gefällt. Oder ich “schwalle” (fast) gar nicht und die vielen Worte sind schlichtweg das Resultat entsprechender Inhalte, welche nun einmal eine gewisse Textfülle voraussetzen.
Es würde mich einfach mal interessieren, wie ihr das seht. Schließlich will ich hier ja nicht Gefahr laufen, an euch vorbeizuschreiben
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Ich vergesse auch regelmäßig meine Beiträge zu destillieren, also auf das wesentlich zu beschränken. Ich schreibe meisten frei Schnauze, also so, wie mir die Finger gerade jucken. Dabei kommen viel zu oft viel zu viele Worte heraus. Es hat sich aber als Effektiv erwiesen besonders wichtige oder beliebte Beiträge nochmals zu lesen um so “heiße Brei” Phrasen herauszubekommen. Letztendlich darf ich aber behaupten, das die Anzahl der idealen Wortmenge mit dem Zielpublikum steht und fällt. Vielleicht sollte man eher so bloggen, das man das wesentlich gleich schon am Anfang schreibt und später ins Detail geht, so bleiben auch lange Artikel interessant. Wollte ich auch schon immer so machen, klappt nur nicht immer
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Ich sag mal so: Meistens finde ich die Länge okay, hin und wieder, je nachdem wie es meine Zeit zulässt, überfliege ich die Beiträge auch nur, ich bin da mal ganz ehrlich.
Grundsätzlich habe ich nichts gegen lange Artikel. Meiner Meinung nach hilft aber eine gute Struktur, lange Texte weniger anstrengend zu machen – das bekommst du aber ganz gut hin, finde ich.
Ich muss mich selbst immer zwingen, mich etwas kürzer zu fassen, manchmal ist das aber ganz gut, Abwechslung in der Beitragslänge ist durchaus positiv.
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@Robert
Ist schon alles nicht so einfach^^
Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Das Wesentliche an den Anfang des Artikels zu stellen, ist mitunter gar nicht so leicht, da ich meine Artikel oft mit gewissen “Spannungsbögen” versehe. Wenn man da sein Pulver bereits zu Beginn des Artikels verschießt, geht einem zum Ende hin die Luft aus
@Konna
Merci fürs Lob. Dass man mitunter schon allein aus Zeitgründen Artikel nur überfliegt, ist doch absolut verständlich. Mir geht es ja selbst manchmal nicht anders. Die Variationen in der Länge sind sicherlich eine gute Idee. Wenn es doch nur nicht immer so viel zu den Themen zu erzählen gäbe
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Das stimmt es werden viele langen und aufwändigen Beiträge von Stammlesern überflogen, wenn sie nicht fesseln oder interessant geschrieben sind. Da liegt halt nun mal die Kunst, die Artikel so packend und interessant wie möglich zu schreiben. Wenn man es auch noch schafft ein Thema, das vielleicht nicht für alle interessant ist so zu präsentieren, dass es dennoch oft und ausführlich gelesen wird, dann hast du es richtig drauf
Natürlich wollen auch viele nur die kurze Unterhaltung und manche kurzen Blogeinträge sind erfolgreicher, als wenn ein ausführlicher Test geschrieben wird.
Aber sieht man mal von den Stammlesern ab, denn nicht alles interessiert, dann macht es durchaus Sinn etwas ausführlicher zu schreiben. Gerade der Google leser, der nach Information sucht will nicht einfach einen kopierten Pressetext von einem Produkt, sondern einen Erfahrungsbericht. Ich schreibe viel über Geräte mit den ich im Alltag zu tun habe und da ist jeder froh und dankbar, wenn er eine persönliche Note hat, ausführlich getestet wurde und der Artikel auch fundiert ist. Ich gibt nichts schlimmeres, als wenn man sich über ein Produkt informieren will und man nur auf Blogs stösst, die nur des schnelle Geld machen wollen und die Amazon Beschreibung kopieren. Das ist mehr als ätzend.
Man muss ja auch sehen, was es für ein Blog ist. Willst du informativ sein, oder willst du ein Trafficblog sein, der einfach nur mal den schnellen Klick sucht.
Aber ich kann nachvollziehen, dass es wirklich manchmal sehr depremierend sein kann, wenn man einene langen Text schreibt und er nur überflogen wird.
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Ich mag die Artikel hier so, wie sie sind, ganz ehrlich. Da ich gerne lese und ein Buch (diese kastenförmigen Dinger, aus Papier, zum Blättern.. ihr wißt schon…) bei mir erst “Buch” heißt, wenn es eine bestimmte Anzahl von Seiten aufweisen kann (etwa > 300, lieber mehr), würde mich auch ein mehrseitiger Artikel nicht stören. Ohnehin werde ich tagtäglich zugetextet, es wird schwadroniert (“geschwallt”), es wird hanebüchener Unsinn erzählt. Ihr wißt, drei Kinder und so.
Viel wichtiger als die Länge (des Artikels, Leute, immer noch des Artikels!) ist die Optik. Wenn alles ohne Punkt und Komma, ohne Struktur und Absatz geschrieben wird, dann steige ich aus. Das geht gar nicht.
So. Und wenn ich mir meinen Kommentar hier so anschaue, sollte man vielleicht auch gleich mal die Frage aufwerfen: Sind meine Kommentare zu lang? Ich denke…ja.
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Deine Artikel sind fast immer sehr lang…also jedenfalls eindeutig über dem Durchschnitt. Und es gibt ja nicht sehr oft Kurze Artikel hier ^^
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@hombertho
Naja, deprimierend würde ich es nicht unbedingt nennen, auch wenn es natürlich keine Glücksgefühle sind… aber wie ich bereits zu Konna sagte, habe ich durchaus Verständnis dafür, dass man mit wenig Zeit und vollem FeedReader nunmal hin und wieder einige Artikel nur überfliegt oder “quer liest” – und lange Artikel bieten sich nunmal am ehesten dazu an, da man damit die meiste Zeit sparen kann.
Deine Unterscheidung zwischen Stammlesern und Google-Lesern finde ich übrigens gut. Da ist sicherlich etwas Wahres dran, was ich in dem Maße bislang noch gar nicht bedacht hatte.
@Frau Magrat
Sehr richtig, lange Artikel ohne jegliche Struktur, ohne Punkt und Komma sowie ohne Absätze, sind natürlich ein Graus. Aber bei Absätzen bin ich ja eigentlich etwas großzügiger
@Schaps
Die Frage ist halt, ob die Leute hier (auch) kürzere Artikel sehen wollen?
Messerscharf analysiert
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Ich kann deine Frage durchaus nachvollziehen, denn vor der gleichen Problematik stehe ich auch. Dabei nehme ich auch in Kauf, dass Teile des Artikels nur überflogen werden, so wie ich es selbst bei längeren Artikeln gelegentlich mache.
Es gibt häufig so viel zu sagen und manchmal schweift man auch vom Thema ab. Ich hab immer das Bedürfnis, sämtliche Sachverhalte um das Thema näher zu erläutern, anstatt mich auf das Wesentliche zu beschränken. Das kann allerdings auch den Vorteil haben, dass es von Einsteigern ebenso verstanden wird wie von Euch Profis
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So, wie es hier schon oft angeklungen ist, steht und fällt wohl alles mit einer guten Struktur.
Und es kommt auch sehr auf den persönlich empfundenen Schreibstil an.
Ich mag hier beides sehr. Für mich lesen sich alle Artikel sehr flüssig und durch die Absätze werden sie gut aufgelockert.
Also, großes Lob an Dich, Sascha. Deine Art des Schreibens entspricht meinem Leserhythmus und daher hau die Worte raus, wie sie fallen
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@plerzelwupp
Ja, dieses Phänomen, jeden Schritt möglichst genau beschreiben zu wollen, kenne ich auch. Manchmal ist es da gar nicht so leicht, das richtige Maß zu finden.
@Hartmut
Dann werde ich auch weiterhin versuchen, zu schreiben mit einem Rhythmus, bei dem man müt muss ^^
Danke dir, das geht natürlich runter wie Öl
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Das die Artikel lang sind ist unbestritten. Es wären aber nicht Deine Artikel, wenn es anders wäre. Und ich will nun mal Deine Artikel lesen.
Das ich oftmals nicht mehr mitkomme liegt ganz allein an mir. Ich habe leider nicht soviel Zeit um immer “up to date” zu sein. Aber eigentlich lasse ich keinen Artikel aus. Am Datum des Kommentars siehst Du ja, das ich etwas hinterher hinke. Aber das tut keinen Abbruch.
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@Newton
Aber was tut man nicht alles für seine Community^^
Mir wird immer wieder Angst und Bange, wenn du dann dazu ausholst, deine Kommentare “in einem Rutsch” nachzuholen… das Lesen und Beantworten derer bedeutet für mich nämlich fast immer auch Überstunden zu machen
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Ja ja, der Newton macht immer nur Scherereien