Die Jugend und die Sonne
Eigentlich wollte ich den nun folgenden Artikel schon gestern schreiben, aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen. Dazu war das Wetter gestern einfach zu schön, weswegen ich nach meinem Feierabend noch ein wenig mit meiner besseren Hälfte das nahe gelegene Eiscafe “heimgesucht” hatte und den Tag dann später auf dem Balkon ausklingen ließ.
Zwar war es an dem Tag nicht brütend heiß, aber sonnig, angenehm warm und einfach “freundlich”. In meiner Kindheit waren wir bei solchem Wetter oft bei meinen Großeltern im Garten. Ich kann mich auch daran erinnern, dass es dort auch einen großen Spielplatz gab, auf dem dann immer sehr viel los war.
Heutzutage werden viele solcher Kinderspielplätze ja leider von zwielichtigen Gestalten, Halbstarken etc. “heimgesucht”, weswegen die Spielplätze von Kindern eher weniger besucht werden. Wir haben bei uns in relativ kurzer Entfernung zur Wohnung -aber weit genug, um nicht durch die Geräuschkulisse gestört zu werden- auch einen netten, kleinen, abgelegenen Spielplatz, der ständig von genügend umliegenden Hausbewohnern eingesehen und überblickt werden kann, so dass dort die Kinder aus der Nachbarschaft noch ungehindert an den Geräten spielen können, ohne angepöbelt zu werden, Angst haben zu müssen, in Scherben oder Spritzen zu treten oder sonstiges Ungemach befürchten zu müssen.
Gestern war nun bestes Spielplatz-Wetter. Normalerweise geht es dort dann richtig rund. Umso erstaunter war ich, als ich in meiner Mittagspause dort vorbei kam, und nur zwei Mädchen mit ihren Puppen an der Schaukel spielten. Von den Jungs, die sonst immer dort Ball spielten, war weit und breit nichts zu sehen. Wo konnten die nur sein? Die Antwort bekam ich, als ich ein wenig weiter gegangen war:

Da saßen sie alle, wie an einer Schnur aufgereiht im Schatten. Aber nicht etwa, weil sie vom Fußball spielen so außer Atem waren. Nein, sie spielten mit einem Nintendo DS… und zwar wortwörtlich alle(!) mit einem(!).
Den Schatten hatten sie gewählt, da der Bildschirm für Sonneneinstrahlung gänzlich ungeeignet ist. Und natürlich finde ich es völlig ok, wenn man auch mal mit solchen Handhelds spielt – habe ich als Kind ja selbst gemacht.
Was mich allerdings stutzig machte war, dass die Jungs abends, als ich Feierabend hatte, immer noch genau so an dieser Stelle saßen und spielten. Zwischen der Mittagspause und dem Anblick am Feierabend lagen immerhin etwas mehr als 6 Stunden, in denen die “Zocker” augenscheinlich nichts anderes gemacht hatten, als sich gegenseitig dabei zu beobachten, wie jeweils einer von ihnen mit dem Nintendo DS spielte.
Ob die Eltern das wohl meinten, als sie Ihre Kinder aus der Wohnung schickten mit den Worten “Geh mal raus, an der frischen Luft spielen” ?
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Omg, das haben wir früher auch gemacht.^^
In den Sommerferien, waren schon mal 6 Std. üblich.
Mich wundert nur, dass der Akku das mitmacht.
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Kommt mir auch irgendwie bekannt vor. Sieht man bei uns in der Gegend auch. Lol, wenigstens machen sie es an der frischen Luft
Ob die Kids noch Baumhäuser bauen können, oder Flüsse absperren, oder Räuber und Gendarm spielen… so wie wir früher??
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Naja wir haben das Früher auch gemacht. Bei uns wars aber nicht der Nintendo DS sondern der GameBoy 1.Gen. Da haben wir auch aufm Spielplatz gesessen mit per “LAN” kabel gespielt. Die spiele haben wir immer in der Videothek ausgeliehen.
Wir waren halt draussen, nichts desto trotz haben wir auch richtige Sachen gemacht mit Dreck und Verletzungen wie Kinder nunmal sind.
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Als ich in dem Alter war, gab es noch nichts in der Richtung und wir (ein oder mehr Kumpels) sind durch den Wald gestreift…
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Ach ja, früher, als ich noch jung war… oh, falscher Beitrag
…
Naja, ich finde es schon ziemlich heftig, 6 Stunden am Stück, aber solange es nicht zur Gewohnheit wird…
Außerdem sollte jeder ein Nintendo DS haben, oder? Von wegen, Teilen macht Spaß, das ist doch unnatürlich…
Als Sonnenlichtvermeider finde ich es nur natürlich, sich in den Schatten zu verziehen… ist auch viel gesünder… Aber du hast natürlich recht, so “richtig” spielen draußen, Abenteuer und so, das ist zumindest in der Stadt schwierig geworden. Man mag es für pure Nostalgie halten, aber DAS war früher wirklich besser, weil ungefährlicher…
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@zero
Zur Not gäbe es ja inzwischen auch Solargeräte, mit denen sich der Akku laden bzw. das Gerät betreiben ließe
@Nila
Klar können die das… man muss ihnen nur sagen, mit welcher Tastenkombination man die jeweiligen Aktionen ausführt
@symm
Ja, da kann ich mich auch noch dran erinnern. Zuerst konnte man nur zwei Gameboys verbinden -mit dem GameLink Dialogkabel- später gab es dann -wie für das NES- sogar einen 4er-Verbindungsstecker für ausgewählte Spiele.
@Gucky
Dass die Kinder so etwas heute weniger machen, liegt wohl daran, dass es -hier muss ich die Kids von heute in Schutz nehmen- heutekaum noch Wälder gibt.
@Frau Magrat
Genau, eigentlich sollte jedes Kind spätestens bei der Einschulung auf Staatskosten ein Nintendo DS bekommen… zur Förderung der Geselligkeit
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Und das macht ihnen Spaß? Unglaublich!
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@Magrat
Das heißt ncht “früher” sondern “DAMALS”. Und vielleicht läßt sich Sascha ja dazu hinreissen, einen Artikel über DAMALS zu schreiben. *zaunlattewildschwingbiseinerheult*
Zu meiner Zeit hatten wir sowas nicht, da wurde noch geklettert. Auf Bäume, auf Dächer, eigentlich auf so ziemlich alles. Und dann wurde gesprungen. Sehr beliebt waren auch Schlachten mit Plastiksoldaten im Sandkasten.
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@Newton: Ach menno, ich wieder, wie komm ich denn auf “früher”…. haaach, also, DAMALS wär mir das nicht passiert!
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@Newton
Frauen?
@Frau Magrat
Sie überlesen bitte meine letzten Zeilen geflissentlich – nicht, dass ich schlussendlich noch aufgrund solcher Äußerungen, zu denen ich hier geradezu verleitet werde, aus Ihrem Bildungsblog ausgeschlossen werde
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@Sascha: Ja, nicht wahr, das wär fatal, aber Bildung ist für alle da, bin ja kein Unmensch!
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@Magrat
Sehen Sie, dass hört sich schon viel besser an.
@Sascha
AAAAHHHHHHH!!!!1111ßßßß