Individuelle Überraschung im Briefkasten

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Als ich gestern einen Blick in den Briefkasten warf, lag dort ein an mich adressierter Umschlag drin. Das allein ist nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlicher war dann schon, dass es sich dabei nicht um eine Rechnung handelte.

Wer nun stattdessen auf Werbung tippt, liegt nicht ganz falsch… aber auch nicht ganz richtig. Jeder von uns kennt natürlich diese langweilige Standard-Werbung, wo mittels Serienbrief-Funktion der eigene Name in einen vorgefertigten Text implementiert wurde. Oftmals machen sich die Werbenden noch nicht einmal die Mühe, den nachträglich aufgedruckten Namen auch nur ansatzweise ins richtige Schriftbild zu setzen, so dass sich der Name auch noch schön hässlich von der übrigen Werbebroschüre abhebt. Ätzend!

Umso mehr habe ich mich über die Form der „Werbung“ gefreut, die diesmal auf mich wartete. Ein genauerer Blick auf den Umschlag brachte mir schon die erste Erkenntnis.

Auf dem Adressfeld war als Absender PONS eingetragen. Ich kenne PONS bereits seit meiner Schulzeit. Während ebenjener hatte ich den -Latein-Fan Konna möge es mir verzeihen- fatalen Entschluss gefasst, mich als zweite Fremdsprache für Latein zu entscheiden. Mein treuer Begleiter in diesem Fach war mein grünes PONS-Wörterbuch Deutsch – Latein / Latein – Deutsch.

Besonders positiv in Erinnerung geblieben ist es mir, da ich das Buch -warum auch immer, ich weiß es heute selbst nicht mehr- einmal in meinen „Schwimmbeutel“ gepackt hatte, also die Tasche, die man zum Schwimmunterricht mitnahm. Wie es der Zufall wollte, musste mir genau an dem Tag, als ich das Buch in diesen Beutel gelegt hatte, natürlich auch die darin befindliche Duschgel-Flasche auslaufen. Murphy lässt grüßen 😀

Aber was soll ich sagen? Das Wörterbuch hat dieses einseifende Erlebnis erstaunlich schadlos überstanden. Es war nichts zwischen die einzelnen Seiten gelangt und die stabile und dennoch leichte Hülle hatte den Seifen-Angriff ebenfalls mit nur leichten Blessuren überstanden.

Und von ebenjener Firma PONS hielt ich nun also einen Umschlag in meinen Händen. Neugierig öffnete ich den Umschlag und förderte ein kleines, grünes Schreibheft zutage, wie man es aus frühen Schuljahren kennt. Die Version, wo eine Schreibzeile in drei Unterzeilen unterteilt ist, damit man lernt, die Buchstaben sauber zu schreiben 😉

Auf dem Umschlag stand mein Name und die Adresse meines Blogs sowie das Datum 07/2009. Ich öffnete das Heft und die erste Seite war… leer! Ich kam mir schon ein wenig „veräppelt“ vor, blätterte aber dennoch noch eine Seite weiter, quasi zur ersten Doppelseite. Und genau dort wartete dann die Überraschung, das „Aha-Erlebnhis“. Man hatte einen Screenshot von meinem Artikel Das Fundstück der Woche (8) angefertigt und diesen auf Rechtsschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehler untersucht. Glücklicherweise konnte man in dem Artikel lediglich einen -zugegebenermaßen reichlich blöden- Rechtschreibfehler und einen Kommafehler finden. 2 kleine Fehler, damit kann ich leben. Zumal ich meine Texte nie mit einer Rechtschreibkorrektur überprüfe und mir inzwischen auch oftmals das erneute Lesen eines fertigen Artikels spare.

Die folgende Seite im Heftchen war dann prall gefüllt mit einem handschriftlich verfassten und absolut individuellen Text zu meinem Artikel. Neben einigen Anspielungen auf den Artikeltext sowie meinen Blognamen wurde mir dann gesagt, dass man bei mir tatsächlich nur 2 magere Fehler finden konnte. Danach wurde ich dann darüber informiert, dass man mir einen kostenlosen Test-Zugang zur neuen PONS-Plattform „Deutsche Rechtschreibung Online“ freigeschaltet hatte und mich auf diese ungewöhnliche Art darum bitten wollte, den neuen Service einfach mal zu testen. Das habe ich dann auch tatsächlich getan.

Es handelt sich dabei um die elektronische Online-Version eines Rechtschreibung-Nachschlagewerkes. Dieses funktionierte bei meinen Tests vollkommen zufriedenstellend. Man gab ein Wort so ein, wie man es schreiben würde und die Seite zeigte dann, ob es richtig geschrieben war oder zeigte stattdessen die korrekte Schreibweise an. Bei Fremdwörtern wird zudem die Herkunft und die Bedeutung erklärt. Wie man es halt von einem guten Buch in dieser Art auch gewohnt wäre.

Tatsächlich bringt PONS im September diesen Jahres ein solches Nachschlagewerk auf den Markt. Wer aber keine Buch-Version mag, wem der Platz dafür im Bücherregal fehlt oder wer zusätzlich zu einem solchen Nachschlagewerk gerne für die Arbeit am PC auch eine Online-Version hätte, für den bietet PONS ab Ende des Monats unter pons.eu auch eine solche Online-Version an. Diese wird übrigens völlig kostenlos sein!

Wenn ihr euch also demnächst mal wieder nicht sicher seid, wie man ein Wort genau schreibt oder ihr bei einem Fremdwort wissen wollt, was es eigentlich bedeutet, dann könnt ihr bei Interesse ja mal einen Blick auf PONS riskieren. Ich habe ja jetzt als Tester quasi bei der Entwicklung mitgeholfen 😀

Ganz wichtig: Ich bekomme kein Geld oder sonstige Sachleistungen dafür, dass ich dies hier schreibe! Aber ich finde die Mühe, die man sich hier mit dem wirklich individuell am jeweiligen Blog ausgerichteten Anschreiben gemacht hat, einfach klasse, weswegen ich hier davon berichten wollte. Zumal mir hier kein Geld aus der Tasche gezogen, sondern mir nur ein kostenloser Service bekannt gemacht wurde.

Und wie ich gerade in meinem Feed-Reader lesen konnte, hat der Heiko auch ein solches Heftchen von PONS bekommen. Wer sich mal ein Bild davon machen will, kann sich dort seine Fotos vom Heft ansehen. Ich habe übrigens eine 2+ bekommen und auf dem Sticker neben der Note stand „Absolut korrekt!“ Da frag ich mich ja, was wohl auf dem Sticker eines Einser-Kandidaten stand?

Was haltet ihr denn von dieser Form der Werbung? Kann man euch damit gnädig stimmen, wenn man sich so verhältnismäßig viel Mühe gibt? Hat vielleicht sogar jemand von euch auch so ein Heftchen erhalten?


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