Gesichtet: das Fundstueck der Woche (3)

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Fundstück der Woche

Einmal in der Woche präsentiere ich an dieser Stelle Dinge, die ich in der betreffenden Woche im Netz gesichtet habe und die eigentlich so für sich selbst sprechen, dass ich nur noch wenige zusätzliche Worte dazu verlieren muss. Meist handelt es sich dabei um Bilder, Videos oder ähnliches. Es ist jedoch auch möglich, dass ich auf interessante Blog-Beiträge, Kommentare oder Webseiten gestoßen bin, die ich euch dann an dieser Stelle näherbringen möchte.

In dieser Woche handelt es sich um ein Zitat zu einem Thema, zu dem ich eigentlich gar nichts schreiben wollte, weil -in meinen Augen- eigentlich alles dazu gesagt wurde. Doch dieses Zitat hat mich -in negativer(!) Hinsicht- so beeindruckt, dass ich es an dieser Stelle einfach präsentieren muss.

Dem Zitat vorausgegangen ist, dass sich der Chef der Jungen Union als auch der Bund der deutschen katholischen Jugend Bayern -kurz BDKJ genannt- gegen ein Verbot von Ego-Shootern ausgesprochen hatten.

Hierauf antwortete der Innenminister von Bayern, Joachim Hermann, laut heise online wörtlich:

„Ich gehe zugunsten des BDKJ davon aus, dass er nicht weiß, wie brutal und gewaltverherrlichend solche Killerspiele sind.“

Nein, ich werde hier jetzt keine neue große Diskussion zu dem Thema starten; ich glaube, dazu ist an anderen Stellen schon alles gesagt worden. Aber DAS Zitat fasziniert mich einfach!

Wie weltfremd muss man eigentlich sein, um Menschen, die -nicht zuletzt aufgrund ihres Alters- mit hoher Wahrscheinlichkeit selber Ego-Shooter gespielt haben oder spielen, die sich aber durch ihre politische oder kirchliche Mitarbeit in Jugendorganisationen sicherlich auch mit den bestehenden kritischen Argumenten durchaus auseinandergesetzt haben, allen Ernstes großkotzig und geradezu „gönnerhaft“ von oben herab vorzuwerfen, dass diese keine Ahnung von der Thematik hätten? Nur, weil sie zu einem anderen Ergebnis kommen?


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