Blognachbarn in der Server-Altstadt

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Viele Leser dieses Blogs hier haben selbst einen eigenen Blog. Oder sie haben zumindest mit der Erstellung und dem Hosten von Internetseiten zu tun. Für euch könnte der heutige Beitrag interessant sein. Die übrigen Leser dürfen natürlich trotzdem auch gerne weiterlesen 😉

Wenn man seinen Blog nicht bei einem vorgefertigten Dienst wie z.B. blogger.com hosten lassen will, sondern eine wirklich eigene Seite auf einem „eigenen“ Server haben möchte, dann hat man mehrere Alternativen. Da so ein Server gut konfiguriert und abgesichert sein muss, da er ansonsten allzu leicht gehackt und für Internetkriminalität, für die IHR dann verantwortlich gemacht werdet, missbraucht wird, werden sich die meisten von euch sicherlich einen Hoster gesucht haben, der sich um die ganze Technik und Konfiguration kümmert. Jedoch gibt es bei solchen Hostern zumeist keinen „echten“ eigenen Server, sondern sog. virtuelle Server.

Hierbei liegt ein einziger echter Server zugrunde, auf dem dann mehrere virtuelle Server eingerichtet werden. Das hat für euch den Vorteil, dass der Hoster weniger Technik braucht und diese Preisersparnis sich deutlich in den monatlichen Mietpreisen, die ihr für eure Server zahlt, niederschlägt. Generell sind solche virtuellen Server auch kein Problem, wenn alles vernünftig konfiguriert ist.

Allerdings muss euch dabei eines klar sein: je mehr virtuelle Server sich einen realen Server teilen, desto weniger Leistung steht jedem einzelnen zur Verfügung. Tummeln sich also auf einem richtigen Server mehrere gut besuchte Großprojekte, dann kann es schonmal vorkommen, dass die Ressourcen knapp werden, was sich darin äußert, dass der Seitenaufruf seeeehr langsam werden kann oder kurzzeitig gar keine Kommunikation möglich ist.

Doch wie finde ich nun heraus, wieviele Projekte sich noch so auf „meinem“ Server tummeln? Die Antwort ist einfach: alle Projekte, die auf dem gleichen Server liegen, haben auch die gleiche IP-Adresse. Nun gibt es praktischerweise Seiten, die diese Informationen regelmäßig auslesen und daher Aufschluss darüber geben können, wieviele „Nachbarn“ ihr auf „eurem“ Server habt bzw. mit wievielen Projekten ihr euren Server und dessen Kapazitäten teilt.

Eine solche Seite ist IpNeighbour.com. Gebt dort einfach mal die Adresse eures Blogs oder eurer Internet-Präsenz ein. Die Seite ermittelt dann die IP-Adresse eures Servers und zeigt euch diejenigen Projekte an, die ebenfalls unter dieser IP gehostet werden.

Wundert euch nicht, falls da eine längere Liste erscheinen sollte – das ist bei virtuellen Servern keine Seltenheit. Und es ist mitunter auch gar nicht schlimm, wenn die Server ordentlich konfiguriert sind und die Projekte nicht alle ständig einen enormen Besucheransturm haben.

Na, mit wievielen Projekten teilt ihr denn so euren Server? Hättet ihr diese Anzahl vermutet? Seid ihr positiv oder negativ überrascht? Und befindet sich in eurer Nachbarschaft vielleicht sogar ein Blog oder eine Seite, die ihr bereits kennt?


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