3D-Technik für das Wohnzimmer
Kinos haben es nicht leicht. Sie müssen ihren Kunden stets etwas “besonderes” bieten können, um sich dauerhaft gegen die Konkurrenz aus dem heimischen Wohnzimmer durchzusetzen und ein Argument für die Zahlung des Eintrittsgeldes haben. Daher sind Kinos dazu verdammt, bezüglich der Technik Vorreiter und Trendsetter zu sein, welche sich niemals auf dem Erreichten ausruhen können.
Als das Kino zum letzten mal in einer schweren Krise steckte und die Zuschauerausblieben, da wurden Soundsysteme wie Dolby Surround und THX entwickelt, die der Geräuschkulisse im Kino einen dreidimensionalen Klang gaben. So konnte man beispielsweise miterleben, wenn ein Schuss von vorne rechts nach hinten links quer durch den Raum ging. Dies wurde einem im heimischen Wohnzimmer nicht geboten. Es war jedoch nur eine Frage der Zeit, bis diese Technik auch zu erschwinglichen Preisen für unsere Wohnzimmer zu haben war.
Und wieder steckten Kinobetreiber und Filmindustrie ihre Köpfe zusammen und sinnierten darüber, mit welcher neuen, spektakulären Technik man die Leute wieder an sich binden könnte. Heraus kam das 3D-Kino! Diverse zaghafte Versuche gab es ja schon in der Vergangenheit immer wieder, doch diesmal macht die Filmwelt ernst… und die Wonhzimmertechnik-Branche wetzt bereits die Waffen.
Für viel Geld werden mehr und mehr Kinos zur Zeit mit neuer Technik ausgerüstet, um ihren Besuchern die groß angekündigte 3D-Film-Offensive bieten zu können, die in diesem Jahr auf uns zukommen soll. Was mit dem computeranimierten Film “Monsters vs. Aliens” angefangen hat, soll bald mit “My Bloody Valentine 3D” fortgesetzt werden. In den USA sind auch bereits erfolgreich 3D-Varianten von “Himmel und Huhn” und “Die Legende von Beowulf” präsentiert worden.
Doch während die Filmindustrie sich hierfür selbst feiert, lauert bereits die Gefahr des 3D-Kinos für das heimische Wohnzimmer! Und nein, wir reden hier nicht von den altbekannten 3D-Pappbrillen mit rotem und grünem Folienglas, welche uns irgendwelche unnützen Kurz-Beiträge im speziell dafür ausgestrahlten Fernsehprogramm eines Privatsenders eher schlecht als recht in 3D präsentieren. Vielmehr gibt es laut Bericht in der Netzwelt ausgereifte Techniken, Fernsehgeräte mit 3D-Technik auszustatten, und zwar ganz ohne 3D-Brillen!
Verantwortlich dafür ist ein Unternehmen aus dem Schwarzwald, welches auf den Namen Tridelity hört. Sie haben Monitore mit sog. Strahlenteilern ausgestattet. Diese senden das Bild in leicht versetzten Abständen an die Augen des Betrachters, so dass sich in dessen Hirn ein dreidimensionales Bild formt. Da dies normalerweise nur funktioniert, wenn man in einem ganz bestimmten Bereich vor dem Monitor sitzt, hat Tridelity seine Geräte zudem mit einer Technik ausgestattet, welche die Zuschauer “beobachtet” und die Strahlenteiler an die Position des Betrachters ausrichtet.
Es gibt auch spezielle Multi-Viewer-Versionen der Monitore, welche sich nicht nur auf einen einzelnen Zuschauer fixieren, sondern auch Perspektiven für mehrere Augenpaare berechnen und darstellen können. Der größte Monitor mit solcher Technik hat momentan eine Bilddiagonale von immerhin 1,45m. Er ist jedoch kein Leichtgewicht, weder in Bezug auf das Gewicht -inkl. Verpackung wiegt er immerhin satte 105kg- noch in Bezug auf den Preis von derzeit 15.000 Euro.
Gedacht sind die Monitore zunächst für Einsätze in der Medizin, bei CAD-Programmen oder an öffentlichen Plätzen. Über kurz oder lang kann aber -bei sinkenden Preisen- wohl durchaus auch von einer Verwendung in Wohnzimmern ausgegangen werden, womit sich die 3D-Filme aus der heutigen Kinozeit anschauen ließen. Dann wäre wieder ein Vorsprung der Kinos aufgebracht.
Fragt sich, welche Technik die Kinoindustrie dann ins Auge fassen soll? Nachdem man bild und Ton nun verfeinert hat, blieben wohl nur noch Vibrationswesten, mit denen man die Verfolgungsfahrt durch Schlaglöcher oder den Streifschuss des schielenden Polizisten dann auch hautnah spüren könnte^^ Oder was hättet ihr für Ideen, um Kinos attraktiver zu machen? Oder glaubt ihr, dass sich 3D-Monitore in der art nicht durchsetzen werden und die ganze Sache im Sande verlaufen wird?
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Das ist ja mal cool… So eine Technik würde ich mir auch bei gegebener Zeit und erschwinglichen Preisen zu legen.
Bei Dolby war ich auch am Anfang dabei und ich habe es nicht bereut mir damals ein Soundsystem gekauft zu haben, da macht das fernsehn gleich doppelt soviel Spaß.
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@Ice
Ich bin jedenfalls schonmal sehr gespannt, wann und wo mir diese Technik zum ersten mal im Alltag persönlich begegnen wird und wie sich das dann in der Realität “anfühlt”.
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Das klingt ja nicht schlecht. Ich persönlich bin allerdings im Moment schon froh, überhaupt einmal ins Kino gehen zu können, das kommt nämlich in den letzten Jahren (!) ein wenig kurz. Doch das ändert sich ja schlagartig, wenn die Kinder erst mal aus dem Haus sind (so in 15 Jahren), und wer weiß, was es dann so Tolles gibt
…
Momentan träumen wir ja ein wenig von einem Beamer, es scheitert jedoch schon an einer geeigneten Projektionsfläche. Ein hochauflösender ultraflacher HDXYZi-was-auch-immer-Fernseher käme auch sehr gelegen, würde aber sicher einfach umfallen, wenn die Kinder einmal dran vorbeigehen. Mit bombastischen Sound-Systemen könnte man uns natürlich auch locken, obwohl uns momentan mit einem Fernsehlautsprecher, der NICHT schnarrt, auch schon geholfen wäre.
Oh je, ich merke schon, 3D und Co. werden noch ein wenig ohne uns auskommen müssen
…
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@Frau Magrat
Ihr habt doch schon ein bombastisches Sound-System daheim: Kinder
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Hihi, ja, genau, 3 Rüben, die einen den ganzen Tag zutexten oder laut singen oder einfach nur Geräusche machen. Und wo ist bitteschön der AUS-Schalter?!
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@Frau Magrat
Der AUS-Schalter befand sich ursprünglich am unteren Teil des Bauches. Irgendwie sind Kinder aber schnell dahinter gekommen, dass man diese Schalter so früh wie möglich entfernen muss, um ständigem Ausschalten durch die Eltern zuvorzukommen. Aus diesem Grund entledigen sich Kinder früh in ihrem Leben des Schalters… es bleibt lediglich eine kleine Narbe zurück, die wir Bauchnabel nennen.
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Dacht’ ich’s mir doch… diese Spitzbuben!
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Der nächste logische Schritt wäre eine Form von Duftfernsehen. Bisher werden Seh- und Gehörsinn angesprochen. Tast- und Geruchssinn bleiben noch weitestgehend aussen vor. Früher oder später kommt das aber auch noch.^^
Die Vollendung wäre eine interaktive Version in der man mitten drin steht. Quasi wie die Holodecks aus diversen Sciencefictionserien.
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@zero
Hm, Geruchsfernsehen… in Verbindung mit den einschlägigen Kochsendungen eine durchaus interessante Alternative^^ Aber wehe, man will sich abends den Horrofilm, der in der Kloake spielt, ansehen *brrrr*