Spezialeinsatz: Vor verschlossener Tuere (1)
Vor kurzem habe ich mit Frau Magrat in den Kommentaren zu einem anderen Beitrag kurz das Thema angeschnitten, was man so tun kann, wenn man die Wohnungstür hinter sich zu zieht und erst danach merkt, dass der Schlüssel noch von innen steckt. Nur wenig später berichtete dann auch Andreas in seinem Blog von der lesenswerten Aktion seiner Schwiegermutter, die sich ebenfalls ausgesperrt und auf recht ungewöhnliche Weise wieder Zugang zu ihrer Wohnung verschafft hatte.
Ich erinnere mich, dass auch ich in meiner Kindheit -lang, lang ist’s her- zwei Erlebnisse mit verschlossenen Türen hatte, die nicht ganz alltäglich waren. Es zeigt sich, dass die Menschen über sich hinauswachsen können, wenn sie es vermeiden wollen, den Schlüsseldienst zu rufen.
An das erste Erlebnis kann ich mich selbst nur noch sehr schemenhaft erinnern. Meine Mutter hingegen hat noch sehr intensive Erinnerungen, da sie hierbei eine zentrale Rolle einnahm. Wie wir ja inzwischen fast alle schonmal gehört haben, passiert der überwiegende Teil der Unfälle bei der Hausarbeit in den eigenen vier Wänden. So war es auch meiner Mutter passiert. Sie war bei der Hausrbeit gestürzt und war ziemlich “dumm” gefallen. Jedenfalls lag sie nun mit höllischen Schmerzen am Boden. Mein Vater war arbeiten, meine Schwestern gab es zu der Zeit noch nicht. Klein Sascha, der allein in seinem Kinderzimmer saß und mit seinen Matchbox-Autos spielte (sowas haben Kinder damals noch gemacht), war der einzige, der jetzt noch helfen konnte. Also rief meine Mutter mich zu sich und sagte, ich möge hoch zu unserer über uns wohnenden Nachbarin -einer ehemaligen Krankenschwester- gehen, ihr alles erzählen und sie nach unten bitten, um zu helfen.
Da ich ein braves, folgsames Kind war, tat ich, wie mir aufgetragen war, ging hoch zu unserer Nachbarin, erzählte ihr alles und wir gingen gemeinsam nach unten, um meiner Mutter zu helfen oder ggf. einen Arzt zu rufen. Als wir unten ankamen, zeigte sich, dass Sascha wirklich ein sehr braver Junge war, denn er hatte, so wie es ihm seine Eltern stets sagten, artig die Wohnungstüre hinter sich geschlossen. Dass man in einem Fall wie dem vorliegenden dann am besten auch den Schlüssel mitnimmt, davon hatte mir niemand etwas gesagt. So stand ich dann also mit unserer Nachbarin vor verschlossener Türe. Ich war wohl noch zu jung, um die Situation so richtig zu kapieren, aber unsere Nachbarin soll wohl ziemlich aufgeregt gewesen sein. Durch die geschlossene Tür hat sie dann mit meiner Mutter kommuniziert – da konnte man mal froh sein, dass unsere Wohnungstüren damals so witzlos dünn und “lärmdurchlässig” waren. Um das Ende kurz zu machen: Unter Schmerzen robbte meine Mutter zur Türe und schaffte es irgendwie, sich zur Türklinke hochzuhangeln und die Tür zu öffnen. Sie hat sich im Laufe der Jahre auch ohne bleibende Schäden erholt
Noch interessanter gestaltete sich mein zweites Erlebnis, an welches ich mich viel besser erinnern kann, auch wenn ich nur wenig älter war. Liegt wohl daran, dass es dabei zu todesmutigen Stunt-Aktionen wie bei Mission Impossible kam. Aber davon erzähle ich euch dann morgen mehr
Hattet ihr denn auch schon einmal Probleme mit verschlossenen Türen? Habt ihr es lösen können oder musste der Schlüsseldienst antreten? Oder ist dieser gar Stammgast bei euch?^^
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Ganz so schlimm wars bei mir nie hab mich zwar öfter mal ausgesperrt aber konnte meistens schnell den Schlüssel bei den Nachbarn holen, weil mir direkt beim Türschließen aufgefallen ist das ich gar keinen Schlüssel dabei hatte.
Blöd wars nur als ich mal meinen Schlüssel verloren hatte und das erst nachts um 2 gemerkt hatte als ich dann vor der Haustür stand und meine Eltern mit klingeln wecken musste die dann verständlicherweise nicht ganz so lustig drauf waren.
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@BurningMan
Aber eine wirkliche Wahl hattest du in der Situation ja wohl nicht^^
Hihi, das “begeisterte” Gesicht deiner Eltern kann ich mir lebhaft vorstellen
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Naja ich hatte ernsthaft ne viertelstunde lang überlegt ob ich jetzt klingel oder bei uns hinten im Garten schlafe, weil es ja nicht so kalt war, aber ich hab mir dann gedacht wenn sie mich da am nächsten morgen finde gibts eher noch Ärger xD
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Aber bei allen jetzt beschriebenen Fällen befand sich noch jemand IN der Wohnung. Wenn es bei deiner Mutter auch sehr schwierig bzw. mit Schmerzen verbunden war, zur Tür zu kommen um sie zu öffnen.
Schlimmer ist es, wenn man allein wohnt und auch nirgendwo einen Schlüssel deponiert hat. Dann ist ein Schlüsseldienst fast unumgänglich.
Ich selber muß meine Wohnungtür aktiv abschließen !
Das schließt aber nicht aus, daß ich den Schlüssel verlieren könnte…
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Grmpf, meine Eltern hatten immer den Schlüüssel stecken lassen, als ich anfing auszugehen – damit sie wußten wann Nila so heimkommt. Ich hatte damals auch 2x im Garten geschlafen. Heute habe ich eine geniale Haustüre. Die kann man 5 Mal absperren aber auch wenn der Schlüssel innen steckt, kann man trotzdem aufsperren. Ergo “Dodelsicher”.
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Oh ja! Ausgeschlossen haben wir uns auch schonmal…war ziemlich nervig. Mit Schlüsseldienst usw
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Oder ist dieser gar Stammgast bei euch?
Zum Glück noch nicht.. .aber was noch nicht ist, kann ja noch werden!
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Hihi, ja, Schlüsseldienst ist toll.
Mein ärgstes Aussperr-Erlebnis hatte ich eines Morgens, mein Mann war beruflich ein paar Tage schon weg, ich mit drei Kindern (längst nervlich nackig) alleine, einen Säugling dabei, die Große muß pünktlich in der Schule sein, wie immer spät dran, alles muß schnell gehen – zack-peng!-Tür zu, Schlüssel drinnen.
Flink meine Mutter angerufen, die ruft den Schlüsseldienst an und übernimmt sogar die Kosten dafür, hurra.
Schlüsseldienst kommt, macht die Tür in einer Zeit auf, die andere Leute zum Anklopfen benötigen, die Große kommt zu spät, der Säugling schreit und mir fällt jetzt endlich auch ein, daß meine Mutter grad heute Geburtstag hat.
Super, hatte ich ja mit der Schlüsseldienst-Rechnung gleich das passende Geschenk parat
!
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@BurningMan
Eine Viertelstunde mitten in der Nacht vor der Tür zu stehen, ist aber auch gefährlich. Wenn das einem Nachbarn verdächtig vorgekommen wäre, wäre das ein noch schönerer Abend geworden
@Gucky
Wenn ich gleich noch dazu komme, den zweiten Teil dieser Serie zu schreiben, kommt auch eine Variante, in der tatsächlich alle außerhalb der Wohnung waren und kein Schlüssel auswärts deponiert war.
@Nila
So ein Türschloss hatten sich meine Großeltern auch irgendwann einmal zugelegt, da insbesondere meine Oma in ihrer Vergesslichkeit dazu neigte, den Schlüssel von innen stecken zu lassen, wenn sie im Keller die Wäsche waschen wollte^^ So gesehen war die einmalige Investition in das Spezialschloss, welches man auch aufschließen konnte, wenn von innen ein Schlüssel steckt, wesentlich günstiger, als der Schlüsseldienst, bei dem meine Großeltern sonst sicherlich bald Stammkundenrabatt bekommen hätten
@Schaps
Bei dir könnte ich mir gut vorstellen, dass du auch mal selbst mit einer Kreditkarte oder ähnlichem versucht hast, so eine Tür auf eigene Faust wieder zu öffnen, oder?^^
@Sebastian
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@Frau Magrat
Au weia. Wobei ich bei deiner Erzählung gedacht hätte, dass dir die Tür gleich ein zweites mal ins Schloss gefallen wäre, wegen der Hektik. Da würde ich ja gern mal wissen, ob der Schlüsseldient in so einem Moment Mitleid mit einem hat, oder gleich doppelt abrechnen würde^^
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Witzige Geschichte. Ich selbst kann wenig dazu beitragen. Obwohl ich manchmal wirklich auch chaotisch bin, hab ich mich selten ausgesperrt. Zur Not gibt’s da noch den versteckten Ersatzschlüssel
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@plerzelwupp
Aber bitte nicht unter der Fußmatte oder im Blumentopf verstecken;)