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Gute Idee mit katastrophaler Umsetzung
10 Kommentare | veröffentlicht von Sascha in gearbeitet
Wenn man hierzulande die Begriffe Service und Deutschland in einem Satz in den Mund nimmt, dann ist zumeist das Wort Servicewüste nicht weit entfernt. Der Kollege vom Büro gegenüber wollte nun jedenfalls einmal zeigen, dass bei unserer Firma Service noch groß geschrieben wird.
Daher fuhr er als Abteilungsleiter persönlich zu einer Wohnung, in der von den Mietern ein Schaden (Rohrbruch) gemeldet worden war, um sich dort vor Ort mit eigenen Augen ein Bild vom Ausmaß des Schadens zu machen. Man muss dazu sagen, dass besagte Wohnung in letzter Zeit leider Opfer von so manchen Schäden war, weswegen die Mieter dort -verständlicherweise- langsam ein wenig genervt waren. Um also der negativen Stimmung entgegenzuwirken, wollte der Kollege ein Zeichen setzen und sich “höchstpersönlich” der Angelegenheit annehmen.
Er stand nun also vor der Tür des Mieters und klingelte. Obwohl er einen Termin ausgemacht hatte, dauerte es eine gefühlte halbe Ewigkeit, bis sich einmal jemand bequemte, die Tür zu öffnen. Das war aber gar nicht so schlimm, da meinem Kollegen so Zeit blieb, sich noch einmal selbst zu sammeln, denn es ging -wie gesagt- auch ein wenig um das Image und da muss der erste Eindruck einfach sitzen.
Die Tür wurde schließlich geöffnet, von einer Person in ziemlich “schlabberiger” Kleidung, mit Kurzhaarschnitt, laut Aussage meines Kollegen ziemlich düster dreinblickend und ein ebenso unfreundliches “Ja?” entgegenschleudernd. Mein Kollege ließ sich davon nicht irritieren, setzte sein gewinnendes Lächeln -ja, das hat er wirklich- auf und stellte sich freundlich vor:
“Einen wunderschönen guten Tag Herr X., mein Name ist M., ich komme von der Firma H. Ich würde mir gerne einmal die Schäden infolge des Rohrbruchs anschauen und hatte deswegen mit Ihrer Frau einen Besichtigungstermin ausgemacht.”
Woraufhin die düster blickende Person mit dem Kurzhaarschnitt und den Schlabberklamotten nur meinte:
“Ich BIN Frau X und Sie hatten mir MIR telefoniert!”
Tja, mit dieser Verwechslung von Männlein und Weiblein war mein Kollege natürlich “unten durch”, sämtliche folgenden Charme-Offensiven verpufften wirkungslos. Er war froh, als er endlich wieder dort wegfahren konnte. Autsch!
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10 Rückmeldungen zu Gute Idee mit katastrophaler Umsetzung
Kommentare
Rio | 6. April 2009 um 21:57 Uhr
bisherige Kommentare: 43
Elke | 6. April 2009 um 23:47 Uhr
bisherige Kommentare: 1
So etwas ähnliches ist mir auch mal passiert. Ich war neu in der Firma und schob Telefondienst. Ein Anrufer meldete sich und ich identifizierte ihn wegen der tiefen Stimme eindeutig als Mann … bis ich eines Besseren belehrt wurde. Das war mir auch sehr peinlich.
Marco | 7. April 2009 um 07:02 Uhr
bisherige Kommentare: 34
Wird besagter Kollege seinen Servicegedanken trotzdem weiter verfolgen? Oder ist er “kuriert”?
symm | 7. April 2009 um 07:24 Uhr
bisherige Kommentare: 142
Neudeutsch: Owned, fail, pwned.
Also mir ist sowas noch nie passiert, gott sei dank.
Aber wir haben auch schon oft genug über das Geschlecht gerätselt.
Es gibt aber auch viel mehr Frauen die wie Männer aussehen, als umgekehrt. (Transen, DragQueens mal ausgenommen)
IceBear2k6 | 7. April 2009 um 08:15 Uhr
bisherige Kommentare: 106
xD der arme.. das muss ja echt peinlich gewesen sein.
Retronaut | 7. April 2009 um 15:29 Uhr
bisherige Kommentare: 70
*lol* Bleibt nur die Frage für wen die Situation peinlicher war?
zaubi | 7. April 2009 um 17:11 Uhr
bisherige Kommentare: 18
erinnert mich an ein Beratungsgespräch vor ein paar Jahren.#Ich kannte die Kundin nicht, reisse meine Bürotür auf und brülle “Frau xxx”. Plötzlich steht eine 2m Gestalt mit Bauarbeiterkreuz vor mir und brummte im tiefsten Bass : Schönen guten Tag!
War wohl schon umoperiert, aber die Stimme noch seeeeehr tief *gg
zero_-_-cool | 7. April 2009 um 19:51 Uhr
bisherige Kommentare: 113
shit happens.^^
Naja, ich kugel mich mal eben weiter aufm Boden.^^ zu geil

*lol* wie geil. Ich hätt mich warscheinlich weggekugelt