Mit günstigen Flugpreisen hat sich die Airline Ryanair durchaus einen Namen gemacht. Um das Ziel der niedrigen Preise zu erreichen, geht Ryanair bekanntermaßen zwei verschiedene Wege:
Zum einen werden große Flughäfen gemieden; stattdessen weicht man auf meist abgelegenere, dafür jedoch auch günstigere Flughäfen aus. Zum anderen nimmt man über Umwege durch Zusatzleistungen, die von Fluggästen in Anspruch genommen werden, weiteres Geld ein.
Während man in der Vergangenheit bei Dingen wie zusätzlichem Gepäck durchaus entsprechende Aufschläge als üblich hinnahm, entbrannte beim neuen Vorschlag von Michael O’Leary, dem Ryanair-Chef, in der Öffentlichkeit ein Sturm der Entrüstung. Doch was war passiert?
In einem Interview mit der BBC hatte O’leary die Idee geäußert, künftig an den Bordtoiletten eine Vorrichtung anzubringen, dass man zur Nutzung der Toiletten 1 Britisches Pfund (umgerechnet ca. 1,10 Euro) einwerfen müsse. Das Argument, dass vielleicht nicht jeder gerade 1 Britisches Pfund zur Hand habe, ließ O’Leary nicht gelten und meinte nur, dass ihm nicht bekannt sei, dass jemals ein Fluggast von Ryanair mit weniger als 1 Britisches Pfund an Bord gekommen wäre.
Dass in den meisten Teilen Europas nicht mit Britischem Pfund, sondern mit dem Euro gezahlt wird, hatte O’Leary wohl auch nicht bedacht. Oder gab es da im Hinterkopf vielleicht die Idee, an Bord Euros gegen Pfund zu tauschen? Natürlich gegen eine “geringe” Bearbeitungsgebühr?
Ja, so hätte man tatsächlich aus Schei*e Gold machen können.
Das Echo aus der Öffentlichkeit auf diesen Vorschlag war jedoch so negativ, dass sich Ryanair inzwischen darum bemüht, diesen Vorschlag nur als “Scherz” von O’Leary darzustellen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt
Stellt sich nur die Frage, was wohl als nächstes kommen mag? Wenn man sich schon nicht scheut, Kapital aus der Tatsache schlagen zu wollen, dass jemand seine Notdurft verrichten muss und -mangels Alternativen in einem Flugzeug- keine Ausweichmöglichkeit dafür hat, dann schreckt man möglicherweise auch vor anderen Ideen nicht zurück. Wie wäre es denn mit einer Gebühr für die Schwimmwesten? Vielleicht wäre auch eine Vorauszahlung für eine funktionierende Sauerstoffmaske eine weitere Option, oder nicht?
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18 Rückmeldungen zu Will Ryanair aus Schei*e Gold machen?
Kommentare
juliaL49 | 4. März 2009 um 09:18 Uhr
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symm | 4. März 2009 um 09:58 Uhr
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Das habe ich vorgestern auch im TV oder Radio gehört. Aber grenzt dies nicht an Nötigung. Denn immerhin hat man keine Gelegenheit seine Notdurft wo anders zu verrichten, wenn über dem Himmel die Blase ruft.
Aber so ein “modularer” Preisaufbau kommt in Zeit von Billigreisen immer mehr in Mode. Man schaue sich nur die Kreuzfahrt Geselltschaft “easyCruise” an. Dort “Kann” man billig Kreuzfahrten buchen, dafür wird aber auch jeder Pups einzeln berechnet. Bis hin zum Handtuch. Und Kabine muss man, wenn man nicht zahlt auch selbst putzen.
Ich sag mir, wenn ich mir eine Gescheite Reise nicht leisten kann. Dann bleib ich lieber daheim. Und spar mit einen gescheiten Urlaub zusammen.
Ecki | 4. März 2009 um 13:14 Uhr
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@julia49
hin und rück 80 € ist aber ok. Wenn man bedenkt wie weit die einen fliegen.
juliaL49 | 4. März 2009 um 13:40 Uhr
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Ohne Frage, Ecki, sonst hätte ich es nicht gebucht. Aber für einen 0-Euro-Flug ist das doch recht teuer ![]()
Vor allem weil man davon vor Beginn der Buchung nichts weiß. Und wenn man nicht aufpasst, hat man noch einige unnötige Versicherungen mitgebucht.
Dragonlover | 4. März 2009 um 17:10 Uhr
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Unverschämtheit.
Man bringt denen was und muss auch noch dafür bezahlen.
Nila | 4. März 2009 um 17:42 Uhr
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Hmm ich bin damals auch um 15 Euro Hin-Zurück nach London geflogen. Natürlich kamen dann noch die berühmten Aufschläge dazu. *grummel*
Lol, vielleicht würde ja so eine Park- oder Einkaufswagenmünze passen *grübel* Heavy wäre es wirklich, wenn man für seine eigene Schwimmweste so eine Art Miete zahlen müsste.
Hofnarr Florian | 4. März 2009 um 19:43 Uhr
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Muss man nach einer 5-Minütigen Sitzung wieder was nachwerfen?
Retronaut | 4. März 2009 um 21:16 Uhr
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Habe ich auch einen witzigen Artikel bei uns in der Zeitung drüber gelesen. Ich find die Idee ziemlich beknackt, aber wenn man sich überlegt in wie vielen Restaurants man die Toilette bezahlen muss, obwohl man dort Gast ist, frage ich mich warum sich alle so über den Vorschlag aufregen? Gut im Flugzeug fehlt mir die Alternative, aber habe ich die in einem Restaurant? Doch auch nicht wirklich. Raus gehen und in die Büsche…
Magrat | 5. März 2009 um 10:32 Uhr
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Wenn ich das hier so lese, bin ich doch wieder einmal froh, vor Jahren einen “heiligen” Eid geleistet zu haben, der da lautet: “Nie! Niemals bekommt mich jemand in so ein Fliege-Vieh! Never! Es ist einfach nicht natürlich! Dieses völlige Ausgeliefert-Sein, und jetzt noch Pipi-Gebühr? Ach nö… Da laß ich mir doch lieber alljährlich auf Rügen das Geld aus der Tasche ziehen
Gilly | 5. März 2009 um 11:38 Uhr
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Ich wäre dann wirklich voll angearscht, ich habe so gut wie nie Bargeld bei mir o_O
symm | 5. März 2009 um 12:39 Uhr
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Ich stell mir gerade vor da sitzt dann so eine, uns allen Bekannte Toilettenfrau, und kassiert dann ab. Und wie ist das mit Sex über den Wolken? Muss dann für 2 Zahlen?
Warum machen sie nicht einfach eine Pauschale? 5 Cent pro Passagier und dann kann man im Flugzeit soviel Schei* machen wie mal will.
Nila | 6. März 2009 um 23:12 Uhr
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Boah, jetzt überlege ich grade, was macht man, wenn man mit Ryanair in den Süden geflogen ist, sich dort eine Darmgrippe geholt hat (passiert vielen) und dann zurückfliegen muss.
Beschissener Rückflug sozusagen….. Lol, alleine schon der Gedanke

Die Gebühren sind jetzt schon zahlreich und sehr hoch. Über Weihnachten bin ich geflogen und der Flug selber kostete 0,00 Euro. Aber mit allen Gebühren (1 (!) Gepäckstück, Einchecken, Kreditkarte (selbst mit der Ryanair) war ich bei über 80 Euro (Hin und Rück).
Da erscheinen die 1 Pfund Toilettengebühr geradezu lächerlich gering. Und es sollte auch nur in Ausnahmefällen dazu kommen, dass man auf einem 45-minütigen Flug unbedingt auf die Boardtoilette muss. Beim Essen ist man ja auch darauf eingestellt.