Wieder da!

Wieder da! Das trifft sowohl auf mich als auch auf meinen Blog zu.

Da ist man mal für 3 Tage im Krankenhaus und ausgerechnet in der Zeit tritt ein Fehler in der Blog-Datenbank auf… war ja klar – Freitag, der 13. eben. Glücklicherweise lasse ich täglich automatisch Backups der Datenbank anfertigen, so dass das Problem wenigstens schnell durch das Einspielen eines unbeschädigten Backups behoben werden konnte. Soweit zum Blog.

Nun zum Grund für meine eigene Abwesenheit bzw. für meinen Krankenhausaufenthalt: alles fing damit an, dass ich vor ca. zwei Wochen in kurzer Zeit 2x kurz das Bewusstsein verloren habe. Mit so einer Ohnmacht “aus dem Nichts” sollte man nicht spaßen, vor allem nicht, wenn es 2x innerhalb weniger Tage passiert. Daher ging ich zu meinem Hausarzt, der feststellte, dass ich einen viel zu hohen (Ruhe-)Puls hatte. Nach einem EKG (Aufzeichnung der Herztätigkeit) und einem Bluttest, die beide ohne weitere Auffälligkeiten blieben, ging der Arzt von zuviel Stress aus und schrieb mich für eine Woche krank. Da mein Chef den Großteil dieser besagten Woche im Urlaub war -und mich daher nicht brauchte- war das auch nicht ganz so problematisch.

In der darauf folgenden Woche ging ich dann wieder zur Arbeit und mein Chef kam aus dem Urlaub zurück. An meinem zu schnellen Puls und zu schnellem Herzschlag hatte sich trotz der verordneten Ruhe allerdings nichts geändert. Mein Chef rief mich in sein Büro und sprach mit mir über die Vorgänge, die er ja teilweise selbst mitbekommen hatte.

Er sagte mir, dass man solche Bewusstlosigkeiten und den schnellen Herzschlag keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen sollte -gerade in meinen noch vergleichsweise jungen Jahren- und auf jeden Fall sichergehen müsse, dass es hierfür keine organischen Gründe gibt. Vor dem Hintergrund empfahl er mir eindringlich, mich nicht nur durch den Hausarzt, sondern auch mal durch einen Spezialisten gründlich untersuchen zu lassen. Uns war beiden klar, dass mir bei solchen Spezialisten bezüglich eines Termins locker mehrere Wochen oder gar Monate Wartezeit bevorgestanden hätten.

Allerdings hat mein Chef gute Kontakte zu einigen Ärzten in unserer Stadt, so dass er mir anbot, da kurzfristig was “zu machen”. Ich nahm das Angebot dankend an… und saß 20 Minuten später beim Arzt!

Der führte zunächst auch einige allgemeine Untersuchungen durch und lies mich dann ein Belastungs-EKG machen. Hierbei setzt man sich auf ein Rad und strampelt, während Herzschlag, Puls und Blutdruck vom Computer aufgezeichnet werden. Die hierbei anwesende Ärztin brach den Lauf jedoch relativ früh ab, als selbst bei leichter Belastung mein Puls in ungeahnte Höhen schnellte. Nach Rücksprache zwischen Arzt und Ärztin war man der Ansicht, dass ich bei einem Facharzt für innere Medizin vorstellig werden sollte, um “die Pumpe” mal genauer zu untersuchen.

Ganz unbürokratisch telefonierte der Arzt meines Chefs mit besagtem Facharzt und vermittelte mir einen sofortigen Termin bei diesem! Es ist schon Wahnsinn, wie schnell solche Sachen gehen können, wenn man die richtigen Leute kennt ;)

Ich fuhr also ins Krankenhaus zu diesem Facharzt. Hier gab es erneut ein EKG und zudem wurde mittels Ultraschall mein Herz unter die Lupe genommen. Die zunächst angenommende Herzmuskelentzündung bestätigte sich hierbei nicht. Da somit auf die “Schnelle” kein Grund für den schnellen Herzschlag ausgemacht werden konnte, wurde ich vom Facharzt für 3 Tage ins Krankenhaus einbestellt, damit dort mit mir umfangreiche Tests gemacht werden konnten.

Wenn ich von umfangreichen Tests spreche, dann meine ich das auch so. In den 3 Tagen bin ich von oben bis unten auf den Kopf gestellt worden. Es wurde alles erdenkliche überprüft, was irgendwie mit dem Herzschlag oder der Ohnmacht in Verbindung hätte stehen können. Es gab ein tägliches EKG, ein 24-Stunden-EKG, eine 24-stündige Überwachung des Blutdrucks, ein Bluttest, ein Belastungs-EKG, Untersuchungen der Aorta, der Schilddrüsen, sämtlicher sonstiger Gefäße im Hals und Herzbereich auf Hinweise für Verengungen, Ultraschalluntersuchungen aller Organe (meine Leber soll übrigens richtig klasse aussehen^^), in der HNO-Abteilung Untersuchungen des Gleichgewichtssinns sowie Hörtests, beim Neurologen ein Test der Hirnströme (EEG) und weitere Untersuchungen auf Epilepsie, Röntgenaufnahmen des Torso usw.

Wie ihr seht, wurde ich somit recht gut beschäftigt. Di Untersuchungen zeigten -bis eben auf das schnelle Herz- keine sonstigen Auffälligkeiten, die Ursache für den schnellen Herzschlag sein könnten. Das Ergebnis des Facharztes lautete daher: “Sie sind ein kerngesunder, junger Mann, nur mit einem zu schnellen Puls und einem zu schnellen Herzschlag”. Wer hätte das gedacht? :D

Da keine anderen organischen Faktoren für den Herzschlag veranwortlich zu sein scheinen, habe ich jetzt erst einmal Tabletten bekommen, die Herz- und Pulsschlag künstlich etwas senken. In der kommenden Woche wird nochmal ein 24-Stunden-EKG gefertigt werden, allerdings während eines normalen Tagesablaufs von mir, um zu sehen, wie sich meine “Pumpe” da so verhält und wie auch die Medikamente anschlagen.

Sollte auch dann keine Besserung ersichtlich werden, kann es laut dem Facharzt eigentlich nur noch die Möglichkeit geben, dass ich zu dem verschwindend kleinen Prozentsatz von Menschen gehöre, die im Inneren ihres Herzens an einer gewissen Stelle -den Fachausdruck habe ich leider vergessen, man möge es mir verzeihen-, zusätzliches Gewebe haben, was dort eigentlich nicht hingehört und welches die Blutzirkulation so behindert, dass das Herz schneller pumpt. Sollte dies der Fall sein, kann das Gewebe aber mit einer über die Leiste (Argh!) ins Innere des Herzens eingeführte Sonde (Doppel-Argh!) leicht entfernt werden, so dass einem “normalen” Herzschlag spätestens ab dann nichts mehr im Wege stehen würde.

Tja, soweit mein Erlebnisbericht der letzten 3 Tage. Es war duchaus spannend und interessant. Was mich vor allem beeindruckt hat war die Tatsache, dass diese Vielzahl an Untersuchungen in so kurzer Zeit koordiniert und organisiert werden konnte.

Sollte sich die Sache mit dem zusätzlichen Gewebe bewahrheiten, wäre das zwar noch einmal ein lästiger und unangenehmer Eingriff. Allerdings wäre es nicht sonderlich kompliziert und kann ansatzweise mit einer Blinddarm-OP verglichen werden. Es muss dann nichts “repariert” oder ersetzt werden, sondern es wird nur etwas “Überflüssiges” entfernt.

Mir geht es nun insofern gut, als dass ich nun Gewissheit habe, dass meine Organe soweit in (sehr) gutem Zustand sind und ich auch in sonstiger Hinsicht “kerngesund” bin… das gilt nun auch wieder für den Blog, der nach der Datenbank-Auffrischung wieder reibungslos funktionieren sollte ;)


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