Der Trabi unter den Computern

Foto: Rainer Sturm | pixelio.de
Mit Computern ist es ein wenig wie mit Autos. Für manche ist es einfach nur ein Gebrauchsgegenstand, andere stecken sehr viel Geld in dieses Hobby, basteln daran herum und “tunen” an allen Ecken und Enden, um etwas mehr Leistung herauszukitzeln. In den letzten Jahren ist auch die Optik der Computer mehr und mehr in den Blickpunkt gerückt.
Wo früher oft nur “pc-graue” Gehäuse anzutreffen waren, machten sich zunächst auch schwarze Gehäuse als Alternative breit, bevor dann letztlich auch “knalligere” Trend-Farben bei Gehäusen anzutreffen waren. Manche gehen sogar soweit und spendieren ihrem Gehäuse ein individuelles Airbrush-Design oder Plexiglas mit Innenbeleuchtung des Gehäuses.
Zieht man den Autovergleich heran, hat sich die “Gehäusewelt” in den letzten Jahren somit vermehrt in Richtung der “Flitzer” entwickelt. Doch nun gibt es auch die umweltfreundliche Variante, quasi das Öko-Auto unter den Computergehäusen:
Die Plastik-, Metall- und Alu-Gehäuse werden spätestens dann zum Problem, wenn man sie entsorgen will. Das scheint sich auch der amerikanische Designer Brenden Macaluso gedacht zu haben und hat -wie bei Netzwelt nachgesehen werden kann- ein Computergehäuse aus schlichter Pappe entwickelt!
Macaluso hat darauf geachtet, die Pappe so zu pressen, dass sie für den Einsatz als Gehäuse hitzebeständig genug ist. Wo Plastik bereits bei 120°C schlapp macht, soll die Pappe Temperaturen bis zu 427°C schadlos überstehen können. Das dürfte für heutige Rechner wohl mehr als ausreichend sein.
Wenn man sich die Bilder im Artikel der Netzwelt so ansieht, fällt auf, dass das Pappgehäuse optisch nicht unbedingt überzeugt. Allerdings wird niemand davon abgehalten, die Pappe nach seinen Wünschen zu verschönern und farbliche Akzente zu setzen. Auch soll es möglich sein, dass man sich -entsprechende handwerkliche Fähigkeiten vorausgesetzt- ohne großen Aufwand aus der bereitgestellten Pappe sein Gehäuse selbst “zusammenbaut”, den Aufbau des Gehäuses also an seine individuellen Wünsche oder Bedürfnisse anpassen kann.
Muss das Gehäuse dann irgendwann doch einmal entsorgt werden, kann man es theoretisch in den nächsten Altpapiercontainer werfen, wenn man vorher das Innenleben entfernt.
Allerdings geht momentan niemand davon aus, dass das Projekt ein “Kassenschlager” wird. Interessant ist es aber in meinen Augen allemal. Zumal die Kosten durch die Pappe stark gesenkt werden könnten, so dass es durchaus -neben dem Umweltaspekt- Argumente für solche Gehäuse gäbe.
Was habt ihr denn für Computergehäuse? Habt ihr vielleicht sogar selbst daran gebastelt oder es lackiert? Und käme für euch ein “Papp-Computer” in Betracht?
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Also da finde ich das hier schöner
http://www.weltdergadgets.de/level-10-gehause-aus-dem-hause-bmw-designworksusa
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Joar, sieht ganz net aus… aber ob das sich später, wenn man es nicht mehr braucht, so einfach zusammenklappen lässt?^^
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Hmm, Pappe, was? Hätte ich kein Problem mit, im Moment wäre es allerdings ungeeignet, da nicht kleinkindfest. Und da unser jüngster Chaot…äh… Sohn alles bemalt und mit diversen Getränken bekippt und unser Mittlerer alles zerschneidet, was er in die Finger bekommt, hätte ich da ein wenig…Bedenken
Wir schreien zur Zeit immer “Hier!”, wenn Geräte spritzwassergeschützt, outdoorgeeignet und stoßsicher sind… Aber das ändert sich hoffentlich in den nächsten Jahren.
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@Frau Magrat
Ok, Kinder hatte ich bislang dabei nicht bedacht. Genauso könnten natürlich auch nicht stubenreine Haustiere zum Problem werden
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Ja, aber man kann Pappe natürlich auch beschichten. Ist dann zwar nicht mehr ganz so Öko, aber vielleicht ein Kompromiss.^^
Naja, das Teil schaut wirklich grottig aus. Aber wie gesagt, muss man es halt ein wenig modden. Ganz ökomässig aber, sonst hats ja wieder keinen Sinn.^^
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@zero
Beschichten? Einfach ein paar Wachsmalstifte zur Hand nehmen und schon ist das Problem beseitigt. Wäre vielleicht auch eine Alternative für Frau Magrat