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Feb/09

26

Die Abrechnung

Erst letzte Woche habe ich euch über den Brief eines Mieters berichtet, der vor Rechtschreibfehlern nur so strotzte. Ich hätte nicht zu träumen gewagt, dass man diesen Brief noch toppen könnte, aber nur eine knappe Woche später ist es tatsächlich gelungen!

Ging es in dem Brief von letzter Woche “nur” um eine Bitte -bei welcher man ja eigentlich schon ein wenig auf die Rechtschreibung achten sollte- so hatten wir es diesmal sogar mit einer offiziellen Rechnung zu tun. Wie man ein solches Dokument ruhigen Gewissens in dieser Form versenden kann, ist mir schleierhaft. Diesmal habe ich mir allerdings das Abschreiben des Briefes bzw. der Rechnung gespart und diese stattdessen einfach für euch eingescannt:

Hier die Variante ohne markierte Rechtschreibfehler, für den puren “Genuss” – bitte anklicken, um das Bild auf lesbare Größe zu vergrößern:

rn_ohne

Und hier die Variante mit markierten Fehlern; auch hier gilt, dass man beim Anklicken der Grafik eine größere, lesbare Version erhält:

Rechnung mit markierten Rechtschreibfehlern

Fehler wie “Porschal” statt “pauschal” finde ich ja noch irgendwie witzig, vielleicht hat er in dem Moment halt an sein Traumauto gedacht :) Aber wenn man in die Allerwelts-Floskel “Sehr geehrte Damen und Herren” schon 5(!) Fehler einbaut, dann ist das schon traurig. Zumal es hier -wie oben bereits gesagt- um eine Rechnung, also schon ein recht wichtiges Dokument, geht.

Ob da vielleicht die Karnevalszeit einen gewissen Einfluss auf die Entstehung der Rechnung hatte? ;)



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17 Rückmeldungen zu Die Abrechnung

Kommentare

Hofnarr Florian | 26. Februar 2009 um 21:46 Uhr
bisherige Kommentare: 13

Das ist übel! Mehr fällt mir dazu nicht ein.

Alexander | 26. Februar 2009 um 22:12 Uhr
bisherige Kommentare: 2

Armes Deutschland. Mal davon abgesehen das Fehler in einem Dokument nicht vorkommen sollten, kann es natürlich immer mal passieren das einer reinrutscht, aber sowas … da fehlen mir echt die Worte. Wie wäre es mit zurückschicken weil man aus dem Schreiben nicht schlau wurde? :D

IceBear2k6 | 26. Februar 2009 um 23:10 Uhr
bisherige Kommentare: 12

haha, echt traurig! was ich auch toll finde sind die wörter mi “z”^^ “bereitZZZZZ” und “ArbeiitZZZZtage”.

wenn das nicht so traurig wäre, wäre es echt lustig.

Alice | 27. Februar 2009 um 00:42 Uhr
bisherige Kommentare: 1

Da hat aber jemand eindeutig zu viel gebechert gehabt *kopfschuettel*

symm | 27. Februar 2009 um 07:24 Uhr
bisherige Kommentare: 142

WoW nicht schlecht. Aber mal eine ganz dumme Frage? War dieser Brief von einer Firma? Oder eher von einem Subunternehmer? Denn jeder der bis zu 4. Klasse Deutsch hatte, könnte diesen Brief korrigieren.

plerzelwupp | 27. Februar 2009 um 08:57 Uhr
bisherige Kommentare: 137

Schön, dass es deine erfrischende Seite gibt: ich muss immer wieder schmunzeln – neulich schon beim ersten Brief.

Hier treffen aber auch Welten aufeinander: dein (eleganter) Schreibstil und dieser Brief. Da fiel mir auf Anhieb auch der Anrufbeantworter eines Vermieters ein: http://www.unf-unf.de/der-anruf-beim-vermieter-5694-fun.html

Ich geselle mich zu Alice und kann da auch nur den fassungslos den Kopf schütteln.

symm | 27. Februar 2009 um 09:32 Uhr
bisherige Kommentare: 142

@plerzelwupp
Das is ja mal cool. Leider kann ich mir die 2 Personen am Telefon bildlich vorstellen.
Da tun sich Abgründe auf.

juliaL49 | 27. Februar 2009 um 10:36 Uhr
bisherige Kommentare: 47

Ohaoha! Kurze Vorwarnung: alle folgenden Rechtschreibfehler und sonstigen Seltsamheiten beruhen darauf, dass mein Kopf beim Lesen des Briefes mit erheblicher Geschwindigkeit auf die Tischplatte geknallt ist!

Das Erstaunlliche ist, dass der Paragraf richtig (?) zitiert wurde und die geehrten Damen und Herren nicht. Man kann davon ausgehen, dass der Aussteller der Rechnung eine Vorlage verwendet hat und/oder vorher schon mal eine Rechnung gesehen hat. Außerdem sollte man davon ausgehen, dass ihm seine Rechtschreibschwäche bekannt ist und er deswegen eine Vorlage benutzen sollte oder jemand Korrektur lesen lassen sollte oder – am einfachsten – die automatische Rechtschreibkorrektur des Textprogramms nutzen.

Sascha | 27. Februar 2009 um 22:44 Uhr
bisherige Kommentare: 1361

@Hoffnarr Florian
Ging mir zunächst ähnlich, da saß ich auch erst einmal fassungslos über der Rechnung.

@Alexander
Das wäre eine Option :) Aber ich fürchte, dafür sind die Rechtschreibfehler dann wieder nicht “exotisch” genug.

@Ice
An der Stelle hat der Rechnungssteller wirklich ziemlich lautmalend geschrieben.

@Alice
Man kann für den Kerl nur hoffen, dass es “nur” am Alkohol gelegen hat, sonst könnte es auf Dauer für ihn ziemlich peinlich werden.

@symm
Könnte stimmen. Ich werde den Text mal meiner kleinsten Schwester (12 Jahre) vorlegen, wenn ich sie mal wieder besuche. Ich bin gespannt, wie viele der Fehler sie finden wird.

@plerzelwupp
Danke für die Komplimente. Ob mein Schreibstil jetzt unbedingt soooo elegant ist, lass ich mal im Raum stehen, aber es freut mich, wenn der Stil gefällt :) Vielen Dank auch für die Audio-Datei, nach der hab ich neulich eine Ewigkeit erfolglos gesucht. Jetzt kann ich die endlich einem Freund senden, der schon sehnlichst darauf wartet.

@juliaL49
Ich gehe auch schwer davon aus, dass er eine Vorlage genutzt hat. Die notwendigen Angaben wie eben der genannte Paragraph als auch Angaben wie die Steuernummer -die wird von Laien gerne mal vergessen- sind alle vorhanden. Daher gehe ich davon aus, dass die Rechnung mit Word gefertigt wurde… aber warum nutzt man dann nicht auch die Rechtschreibprüfung oder wundert sich über die merkwürdigen roten Kringel unter den Worten? Auch ich finde keine Antwort darauf.

Fehlerleser.de | 28. Februar 2009 um 11:07 Uhr
bisherige Kommentare: 2

Wahnsinn! Bemerkenswert, dass Wörter wie “Umsatzsteuer” und “Kostenvoranschlag” ohne Schreibfehler davongekommen sind. ;-)

Schöne Grüße

Sascha | 28. Februar 2009 um 13:00 Uhr
bisherige Kommentare: 1361

@Fehlerleser
Tja, der Rechnungssteller hat immerhin gewisse Prioritäten gesetzt^^ Ach ja: danke für die Empfehlung des Artikels via Twitter :)

Ulli | 1. März 2009 um 14:11 Uhr
bisherige Kommentare: 1

Ob er wohl die Kto.-Nr. richtig geschrieben hat?! ;)

Sascha | 1. März 2009 um 18:35 Uhr
bisherige Kommentare: 1361

@Ulli
DIE war erstaunlicherweise korrekt. Ich sagte ja schon, er hat da gewisse Prioritäten gesetzt ;)

Schaps | 1. März 2009 um 23:47 Uhr
bisherige Kommentare: 52

Du hast sogar noch einen Fehler übersehen ^^

Sascha | 2. März 2009 um 16:21 Uhr
bisherige Kommentare: 1361

@Schaps
Wen ich mir das so durchlese, habe ich sogar mindestens zwei Fehler übersehen:

1. Bei “Wie sie bereitz…” stört nicht nur das “z” bei “bereitz”, sondern streng genommen müsste “sie” auch “Sie” geschrieben werden.

2. “aufgefürten” schreibt man natürlich mit “h” zwischen “ü” und “r”.

Vielleicht hab ich ja noch etwas übersehen? Wie heißt es so schön: manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht^^

Markus | 7. Juni 2009 um 13:54 Uhr
bisherige Kommentare: 1

von Alexander am 26. Feb 2009
Armes Deutschland. Mal davon abgesehen das Fehler in einem Dokument nicht vorkommen sollten, kann es natürlich immer mal passieren das einer reinrutscht, aber sowas … da fehlen mir echt die Worte. Wie wäre es mit zurückschicken weil man aus dem Schreiben nicht schlau wurde?

@Alexander
Ich würde mich nicht über Rechtschreibfehler lustig machen, wenn ich selbst Orthografieschwächen hätte. Dass “das” auch mal mit zwei ss geschrieben wird, war schon vor der Rechtschreibreform gültig.
Bei deinem Beitrag wird “dass” geschrieben, da es sich um eine Konjunktion handelt und dein “das” hier nicht durch dieses oder welches ersetzt werden kann. Ach ja, Kommaregeln gibt es natürlich auch.

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