Dessous als potentielle Klimakiller?
Woran denkt ihr als erstes beim Thema Dessous? Und als zweites? Ich tippe jetzt mal darauf, dass euch da sicherlich so einiges durch den Kopf gegangen ist, aber ganz sicher nicht das Thema Umweltschutz, oder?
Es mag gut sein, dass Männer und Frauen bei Dessous an unterschiedliche Dinge denken, aber der ökologische Aspekt dürfte wohl bei beiden Geschlechtern eine eher untergeordnete Rolle spielen. Sollte es aber nicht, denn was viele Frauen da heutzutage auf der Haut tragen, um sich und uns Männern zu gefallen, ist nur den wenigsten Menschen bewusst! Unter dem Motto “Wenn du nicht weißt, was in deinen Höschen steckt – solltest du sie dann tragen?” wurde unlängst ein Video veröffentlicht, in welchem dargestellt wird, was so alles in einem einzigen Slip stecken kann:
Zumeist ist es uns heutzutage klar, dass viel Chemie in unserer Kleidung steckt. Aber dass für ein einziges Höschens bis zu 18 kg CO2 freigesetzt werden und man zur Gewinnung von einem einzigen Kilo Baumwolle 20.000 Liter Wasser benötigt hätte ich niemals gedacht.
Das Video ist Teil einer Kampagne von verschiedenen britischen und französischen Designern, die über diesen Missstand aufklären wollen und gleichzeitig umweltschonende -und trotzdem optisch ansprechende- Wäsche anbieten möchten. Die Anbieter solcher Kleidung findet ihr bei Interesse auf der Seite der Kampagne unter dem Punkt “Good Pants”, wenn ihr ganz nach unten scrollt.
Wie seht ihr das? Macht ihr euch manchmal Gedanken darüber, was ihr an bzw. auf eurer Haut tragt? Oder seid ihr der Ansicht, dass es besser ist, sich keinen Kopf darüber zu machen? Vor allem: hattet ihr bislang eine Ahnung davon, dass es bei der Produktion von Wäsche teilweise so extrem zugeht, wie gerade dargestellt? Ich bin immer noch erstaunt über die 18 kg CO2… die 20.000 Liter Wasser mag ich mir gar nicht vorstellen.
Artikel weiterempfehlen und Blog unterstützen:








bisherige Kommentare: 186
Na ja, für jemanden aus der chemischen oder pharmazeutischen Industrie sind 20m² Wasser eine Menge über die es sich nicht zu reden lohnt. Aber mein Blick ist eben aus beruflichen Gründen anders justiert
.
Auf den Normalbürger wirken diese Mengen erst mal gewaltig, aber in der gesamten Industrie werden solche (und größere) Mengen an Einsatzstoffen verbraucht (eigentlich umgewandelt, es verschwindet ja nichts).
Aber ich will das nicht verteidigen, eine heile Natur ist mir allemal lieber.
bisherige Kommentare: 134
Ja, das mit den 20.000 Litern Wasser habe ich mal irgendwo gehört. Richtig geschockt hat es mich allerdings nicht, da wie Newton schon gesagt hat, das zu keiner Dimension steht was sont für die Herstellung in der Industrie verwendet wird. Und um dafür Kleidung herzustellen finde ich das in Ordnung. Schlimm wirds erst wenn die wertvollen Rohstoffe mit sinnleeren Erzeugnissen verplempert werden.
Doch das da ganze 18 kg CO2 bei rauskommen ist schon erstaunlich. Da würde mich mal die Einzelaufstellung interessieren. Ob da irgendwo ein riesiger Posten auffällt oder ob das wirklich nur die Summe aus vielen kleinen CO2-Verursachern ist.^^
bisherige Kommentare: 250
Naja diese Sache ist immer von 2 Sachen zu betrachten. Schaut euch mal die Ökö Bilanz anderer Produkte wie z.b Notebooks an. Die sind teilweise nicht besser.
Ausserdem sind einige dieser Bestandteile auch Abfallprodukte andere Chemischer Erzeugnisse.
Zum Beispiel die Polymere für die Plastikbestandteile, werden zum Beispiel beim Cracken von Rohöl nebenbei Produziert. Deswegen sind die auch so billig. Ich finde das Problem ist nicht nur die misserable Öko Bilanz solcher Alltags Produkte, sondern die Art der Herstellung. Man schau sich nur so manche Asiatische Industrie Dörfer an. Wo alles ungefiltern in Luft und Boden gelangt, und die Leben dort zu Hölle macht.
bisherige Kommentare: 3113
Na, da hab ich ja Glück, dass ich hier Leser habe, die sich gu mit der chemischen Materie auskennen
Sicherlich habt ihr Recht, dass das z.B. bezüglich des Wassers ganz “normale” Werte sind. Wenn man sich nicht so mit dem Thema beschäftigt, hören sich 20.000 Liter für 1 kg jedoch halt erstmal ziemlich schockierend an. Vor allem wenn man bedenkt, dass das Wasser ein immer knapper werdender Rohstoff ist, um den zukünftig vielleicht sogar Kriege geführt werden wie heutzutage um Öl.
bisherige Kommentare: 250
Wasser ist auf jeden Fall ein “knapper Rohstoff” im Südamerika gibt es Staaten in denen die Einwohner sogar auf selbst aufgefangenes Regenwasser (trinkwasser) Steuern zahlen müssen. Wenn in Deutschland für etwas 20.000 liter verbraucht wird, wird dies oft aus Flüssen genommen (gerader in der Chemie), danach gefiltert und gereinigt und den flüssen wieder zugeführt. Ich haben 3 Jahre lang in einer der Grössten ChemieBetriebe im Ludwigshafen am Rhein gearbeitet. In der BASF. Daher kenne ich den Kreislauf des Wassers.
In Asien sieht das aber teilweise anders aus. Da wirds aus den Flüssen genommen und direkt verschmutzt wieder zurück gepumpt.
Wenn sich die Hersteller auf Länder wie Deutschland und Co. Beschränken würden, sähe die ökobilanz um einiges besser als, aber dafür wäre alles teuerer.