USA: Dreiste Handy-Klage gegen McDonald’s
Es gibt mal wieder Neuigkeiten aus dem Land der unbegrenzten (Klage-)Möglichkeiten. Dort wird nun laut Bericht in der Netzeitung mal wieder ein Mann gegen McDonald’s klagen.
Klagen gegen den Fast-Food-Riesen sind in Amerika nicht ungewöhnlich, da die Kläger sich -aufgrund der amerikanischen Rechtsansichten- häufig Hoffnungen auf eine hohe Schadensersatzsumme machen können. So wie die Frau, die erfolgreich 500.000 Dollar Schmerzensgeld erstritt, da sie sich an einem heißen Kaffee verbrühte und nirgends auf dem Becher ein entsprechender Hinweis angebracht war. Oder die Australierin, die auf einen in ihrem Cheeseburger befindlichen Stein gebissen hatte und daraufhin -natürlich nur wegen des Cheeseburgers- neben verständlichen Zahnschmerzen unter Depressionen, Albträumen, Ängsten, Übelkeit, Herzklopfen, Durchfall, Kurzatmigkeit und keiner Lust mehr auf Sex litt.
Doch diesmal liegt der Fall bei der Klage gegen McDonald’s anders. Stein des Anstosses ist diesmal nämlich nicht das Essen, sondern ein Handy!
Dieses Handy hatte ein Mann in einer Filiale liegen lassen. Doppelt dumm gelaufen: auf dem Handy befanden sich Nacktfotos vom Mann und seiner Frau.
Als der Mann den Verlust bemerkte, rief er sofort in der Filiale an -wohl von zuhause, er hatte ja jetzt kein Handy mehr- und das Handy konnte tatsächlich von den Mitarbeitern “sichergestellt” werden. Da hatte der Gute ja zunächst einmal Glück im Unglück. Weniger erfreut war er dann, als kurz darauf die Nacktfotos im Internet auftauchten. Nun klagt der Mann gegen McDonald’s und will 3 Millionen Dollar für seelische Schmerzen sowie für den Umzug in eine neue Stadt, der nötig geworden ist.
Fassen wir mal zusammen: der Kerl läuft mit Nacktfotos von sich und seiner Frau durch die Gegend und lässt sein Handy liegen… hmmm. Als er seinen “Verlust” bemerkt, kann er sich genau daran erinnern, wo er es liegen gelassen hat… hmmm. Als dann später die Nacktfotos im Internet auftauchen ist natürlich klar, dass das nur die bösen Mitarbeiter von McDonald’s gewesen sein können.Außerdem ist nun ein Umzug zwingend nötig und sinnvoll, denn in anderen Städten gibt es kein Internet, so dass der Mann und seine Frau dort vor den peinlichen Bilder-Veröffentlichungen sicher sind… hmmm.
Gehen wir einmal davon aus, dass der Kerl die Sache nicht bewusst inszeniert hat (dann wäre er ein Betrüger), dann grenzt es schon an Dreistigkeit, wenn man aus der eigenen Dummheit noch Kapital schlagen will. Gesetz dem Fall, der Mann bekommt auch noch Recht, wohin soll dies denn dann führen? Wenn wieder mal jemand etwas in einem Laden vergisst und später nachfragt, wäre es ja für den Betreiber risikoärmer zu behaupten, dass der Gegenstand nicht mehr auffindbar wäre, selbst wenn er gefunden wurde. Sonst ginge er das Risiko ein, genauso Ziel einer solchen Klage zu werden.
Unter normalen Umständen würde man sagen, dass eine solch aberwitzige Klage niemals Aussicht auf Erfolg haben kann. Doch sollte man nicht vergessen, dass die Klage in Amerika läuft, wo man ja anscheinend auch nicht damit rechnen muss, dass Kaffee heiß ist, wenn es nicht ausdrücklich auf dem Becher steht. Von daher bleibt abzuwarten, wie sich dieser Fall entwickeln wird.
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bisherige Kommentare: 135
lol… leute gibts. so ein haufen idioten da in Amerika! Dafür würden einen die deutschen Gerichte auslachen, wenn man mit soetwas kommt.
btw. deine unterschwellige ironie ist toll <3
bisherige Kommentare: 1
Also ich hoffe ja auch nach wie vor bei jedem amerika-Besuch darauf, dass mir mal irgendwas auch nur annähernd kurioses, peinliches oder einfach nur dummes passiert, damit ich auch mal so eine fantastische Summe Schmerzensgeld zugesprochen bekomme. Aber obwohl ich wirklich ein Tollpatsch vor dem Herrn bin, bot sich mir noch keine Gelegenheit zu klagen. Ich hoffe weiter!
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[...] gegen fastfoodketten sind ja inzwischen legend
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