Immer wieder kann man in den Medien lesen oder hören, dass in nicht allzu ferner Zukunft das Trinkwasser für die Menschheit immer knapper werden wird. Zwar sind ca. 71% der Erde mit Wasser bedeckt, doch mehrheitlich handelt es sich dabei nicht um Trink-, sondern um Meerwasser (Salzwasser). Nach Angaben des Umweltbundesamtes sind nur gut 2,6% Süßwasser (Trinkwasser). Ein großer Teil davon ist zudem als Eis in den Polarkappen gebunden, ein weiterer steckt so tief im Erdinneren, dass dieses Wasser nicht gefördert werden kann.
Hinzu kommt, dass durch die weltweit gestiegene Lebenserwartung der Menschen sowie die geringere Sterblichkeitsrate bei Neugeborenen die Menschheit auf dem Planeten immer weiter wächst, also immer mehr Trinkwasser-Verbraucher hinzukommen. Hin und wieder werden bereits Horror-Szenarien entworfen, in denen Kriege nicht mehr um Öl, sondern um Trinkwasser geführt werden.
Nun gibt es natürlich Aufklärungsaktionen, die zu sorfältigerem Umgang mit Wasser mahnen und aufgrund der gestiegenen Wasser-Preise achten auch viele Haushalte auf Wassereinsparung, z.B. durch Verwendung entsprechender Dusch-Köpfe, wassersparender Geschirrspüler, Stop-Tasten bei den WC-Spülungen etc. Aber allen diesen Dingen ist gemein, dass sie zwar Wasser einsparen, dies aber den Effekt der immer geringer werdenden Süßwasser-Ressourcen nur hinauszögert.
Eine echte Lösung für das Problem soll nun im Weltraum auf der Internationalen Raumstation ISS ausprobiert werden:
Wie die Netzeitung unlängst berichtete, wird man auf der ISS einen in sich geschlossenes Wasser-Kreislauf einbauen, um sich zukünftig unabhängig von Wasserlieferungen von der Erde zu machen. Dies ist für die Raumfahrer in erster Linie deswegen interessant, da man ohne Abhängigkeit solcher Lieferungen in Zukunft auch “tiefer” ins All vordringen könnte.
Bei diesem Wasserkreislauf soll das gesamte Wasser der ISS durch ein spezielles Verfahren als Trinkwasser wieder aufbereitet werden; dies schließt Kondenswasser genauso ein wie Urin!
Sollte das Experiment im Weltraum erfolgreich sein, dürfte es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis auch auf der Erde ähnliche Projekte in Angriff genommen werden. Zwar mag man bei der Bevölkerung noch auf Widerstand durch Ekel oder Befremden stoßen, jedoch wird über kurz oder lang kein Weg an solchen Maßnahmen vorbeiführen, um das Trinkwasserproblem in den Griff zu bekommen.
Und die Raumfahrer könnten mit dieser Art der Wasserversorgung irgendwann einmal die Besiedelung des Mondes starten. Hierbei würden sie tatkräftig von Großbritannien unterstützt werden, die laut ZDNet nun planen, ungefähr im Jahr 2014 einige Sateliten zum Mond zu schicken, um dort -man hat ja auf dem Mond sicherlich zunächst keine anderen Sorgen- Handy-Empfang für die von der NASA für 2020 geplante Mond-Kolonie zu ermöglichen! Wohlgemerkt: es handelt sich dann NICHT um Handy-Empfang für Gespräche zur Erde, sondern nur für “mond-interne” Gespräche. Alles andere würde wahrscheinlich auch die Tarifstruktur der Mobilfunkanbieter zu sehr durcheinanderbringen
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Eine Rückmeldung zu Neues aus dem Weltraum
Kommentare
zero_-_-cool | 22. Dezember 2008 um 07:13 Uhr
bisherige Kommentare: 113

Ja warum ekeln sich die Leute vor solchen Möglichkeiten? Was passiert den mit dem Urin auf der Erde?^^ Wird ja auch wieder zu Trinkwasser.
Aber das mit den Handygesprächen auf dem Mond finde ich interessant. Weiß man schon mit welcher Geschwindigkeit man dann unterwegs ist, bzw. wie schaut es mit der Netzabdeckung aus?^^
Und gibts dann den Mondscheintarif oder heißt der dann anderst?^^