Die Rückkehr der krummen Gurke

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In der EU gibt es für so ziemlich alles eine Vorschrift, eine DIN-Norm oder ähnliches. So auch für Gurken und deren Krümmungsgrad! In der entsprechenden EU-Norm ist festgelegt, dass eine Gurke auf zehn Zentimeter Länge höchstens zehn Milimeter gekrümmt sein darf.

Sinn der Vorschrift war, dass immer die gleiche Zahl „normierte Gurken“ in die ebenfalls durch EU-Norm in ihrer Größe festgelegten Gemüsekisten passen. Der Verkauf von stärker gekrümmten Gurken war zwar nicht verboten, da sich diese jedoch nicht mit dem Titel „Handelsklasse 1“ schmücken durften, galten sie im Handel als weniger attraktiv.

Nun hat laut Netzeitung die EU-Agrar-Kommissarin Mariann Fischer-Boel -übrigens gegen den Willen von immerhin 16 EU-Mitgliedsstaaten- die Abschaffung dieser Norm durchgesetzt. Neben dem Standard für Gurken werden auch Standard-Vorgaben für Auberginen, Bohnen, Spargel, Karotten und Pflaumen gestrichen.

Doch die EU wäre nicht die EU, wenn nicht doch etwas schwer zu verstehen bliebe: zwar werden die o. g. Standards ersatzlos gestrichen und abgeschafft, da man deren Sinnlosigkeit erkannt hat, dennoch bleiben gleichzeitig die Vorschriften für Äpfel, Erdbeeren und Tomatenbestehen! Inwiefern sich Äpfel und Tomaten nun so grundlegend von Pflaumen und Auberginen unterscheiden, wissen wohl einzig und allein die Politiker in den EU-Gremien.


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