Internet für alle!

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Das Internet hat viele Gesichter. Kritiker verfluchen es als Teufelswerk, Brutstätte für terroristische Planungen & Anwerbungen, Hort der Anarchie, Rückzugsort für Pädophile und Tauschbörse für illegale Inhalte.

Oftmals vergessen wird hingegen das positive Gesicht des Internets. Es ist eine riesige Wissensdatenbank und zugleich Spiegelbild und Archiv unserer Kulturen, unserer Geschichte, unserer Lebenseinstellungen und des Zeitgeists. Darüber hinaus verbindet das Internet die Vorteile diverser Medien: es ist schneller/ aktueller als gedruckte Zeitungen & dort veröffentlichte Artikel, und Beiträge sind -im Gegensatz zu Beiträgen im TV und Radio- später jederzeit wieder abrufbar, wenn man den Beitrag benötigt. Hinzu kommt das hohe Maß an möglicher Interaktivität mit und durch den Nutzer.

Dass diese guten Eigenschaften einen wichtigen Teil unseres gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens ausmachen, hat nun wohl auch die Politik erkannt:

Wie die Netzeitung berichtet, plant die französiche Regierung Investitionen von immerhin 10 Milliarden Euro, um das französische Glasfasernetz auszubauen. „Jeder Franzose, wo immer er wohnt, wird ein Anrecht auf Hochgeschwindigkeits-Internet für weniger als 35 Euro haben“, verspricht Staatssekretär Eric Besson. Es ist natürlich davon auszugehen, dass er damit nur die Franzosen meint, die auch in Frankreich wohnen -auf die übrigen und deren Internet-Zugänge hat der gute Mann ja wohl kaum Einfluss- aber dennoch ist diese Aktion beachtlich.

Angesichts der momentanen Finanzkriese ist es nicht selbstverständlich, dass ein Staat „mal eben so“ 10 Milliarden Euro investiert. Gleichzeitig zeigt es jedoch, dass auch die Politiker sich anscheinend zunehmend der Bedeutung des Internets bewusst werden und daher jedem Bürger einen entsprechenden Zugang dazu ermöglichen wollen.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich diese Sichtweise weiter durchsetzen wird und das Internet sein negatives Image als Auffangbecken für „Schmuddelkram“ und illegale Aktivitäten sowie Sündenbock bei Amokläufen nach und nach immer weiter ablegen kann, bis man irgendwann einmal die positiven Seiten nicht mehr reflexartig zur Verteidigung in einer Diskussion anführen muss.


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